06/2008

MAHLE NFV eröffnet neues Applikations- und Kundenzentrum in Hamburg

 


Am Donnerstag, dem 29. Mai 2008, wurde in Hamburg das neue Applikations- und Kundenzentrum für Separationstechnologie der MAHLE NFV von Peter Grunow (Vorstandsmitglied der MAHLE Gruppe), Eberhard Runge (Geschäftsführer der MAHLE NFV) und Ulrich Eich (Geschäftsführer der MAHLE Filtersysteme GmbH Industriefiltration) eröffnet.

Im Beisein von zahlreichen Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern wurde in feierlichem Rahmen der Neubau eingeweiht.

Unter den ca. 150 Gästen befanden sich auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik, u.a. der Hamburger Wirtschaftssenator Herr Axel Gedaschko sowie der Präses der Handelskammer Hamburg Herr Frank Horch.

Nach der Begrüßung der Gäste im Foyer fand in der neuen Montagehalle die Eröffnungszeremonie statt, zu deren Beginn drei Festreden gehalten wurden.

Herr Runge gab Informationen zum Neubau und hob die Geschwindigkeit der Arbeiten hervor. „Angefangen vom Grundstückskauf bis zur Eröffnung sind keine 15 Monate vergangen. Die reine Bauzeit des 1496 m² großen Gebäudes betrug nur rund 8 Monate.“ Entstanden sind am Tarpenring in Langenhorn nun großzügige neue Büro- und Besprechungsräume sowie eine neue Montagehalle, ausgestattet mit Deckenkran und eigenem Labor.

Ferner wies Herr Runge auf einige Umweltzahlen hin, die MAHLE NFV als Ökoprofit-Betrieb und Mitglied der Umweltpartnerschaft Hamburg durch freiwillige Baumaßnahmen vorweisen kann: „So heizen wir nicht mehr mit einer konventionellen Heizung, sondern nutzen Luftwärmepumpen und sparen dadurch ca. 50% Heizkosten. Auch beim Wasserverbrauch sparen wir enorme Mengen Trinkwasser durch den Einbau von zwei unterirdischen Wasserspeichern. Haben wir bereits im letzten Jahr durch einen Regenwasserspeicher 250 m³ einsparen können, werden wir zukünftig 500 m³ sparen. Der Einbau eines Ölabscheiders nach EN 858 ist eine weitere freiwillige Umweltschutzmaßnahme.“

Herr Horch lobte in seiner Rede das ehrenamtliche Arrangement von Herrn Runge in den unterschiedlichsten Gremien, in denen er sich für den Umweltschutz und den Wirtschaftsstandort Hamburg verdient gemacht hat. In diesem Zusammenhang begrüßte er auch noch einmal die Entscheidung für den Neubau und die damit verbundene Expansion der MAHLE NFV in Hamburg.

 

 

 

 

 

 

 

Herr Grunow nahm in seiner Rede auch auf die Zukunftspläne der MAHLE NFV Bezug: „Neben unserem Entwicklungsstandort Öhringen in Baden-Württemberg wird Hamburg unser 2. Entwicklungsstandort, insbesondere für die Separation und Filtration von Öl und Wasser für die Abwasseraufbereitung und die Aufbereitung von Kühlschmierstoffen und Waschemulsionen.

Dieser neue Standort wird ferner unsere internationalen Industriefilteraktivitäten in Europa, Asien, Südamerika und hoffentlich bald auch in den USA technisch unterstützen und den dortigen Kunden die MAHLE und NFV Technologien für die entsprechenden Problemlösungen bereitstellen.

Durch das neue Entwicklungs- und Kundenzentrum erwarten wir, den bisherigen Umsatz durch Anwendungen im Bereich Bilge- und Ballastwasser für die Kunden der internationalen Schiffstechnik und Petrochemie langfristig bis auf ca. 60 Mio. Euro ausbauen zu können. Neben neuen Arbeitsplätzen in der Entwicklung in Hamburg, planen wir auch eine größere Anzahl von Arbeitsplätzen in einem neuen, noch zu schaffenden Produktionswerk in der Region. Die Entscheidung für diesen neuen Produktionsstandort soll in den nächsten 12 Monaten getroffen werden.“

Momentan plant MAHLE NFV am Hamburger Standort  insbesondere Projektingenieure, Verfahrenstechniker und Konstrukteure einzustellen. Mit einer positiven Entscheidung für einen zweiten Produktionsstandort kämen bis zu 300 neue Arbeitsplätze hinzu.

Das symbolische Durchschneiden des Eröffnungsbandes durch Herrn Grunow und Herrn Runge beendete den offiziellen Teil und leitete über zum Empfang mit norddeutschen Spezialitäten. Anschließend hatten die Gäste die Möglichkeit sich die Produkte sowie die neuen Räumlichkeiten anzusehen.


Seit nunmehr knapp 50 Jahren ist MAHLE NFV in den Bereichen Entölung, Membran-filtration und Kraftstoffaufbereitung zuverlässiger Partner der Schifffahrt und leistet ihren Beitrag zu einer erfolgreichen Synthese zwischen Ökonomie und Ökologie. Mit der Konzentration des maritimen sowie petrochemischen Geschäftes auf den Hamburger Standort werden Forschung, Planung und Fertigung in eine Hand gelegt.

MAHLE NFV bietet seinen Kunden individuelle und effiziente Filter- und Separationsanlagen für unterschiedlichste Problemstellungen: von Bilgewasseraufbereitung über Motorpflege bis hin zum Schutz von Hydraulikanlagen und Rohrleitungen sowie Transfer- und Umlaufsystemen – abgerundet durch einen maßgeschneiderten Kundenservice. Mit diesen umweltfreundlichen und qualitativ hochwertigen Anlagen rüsten jetzt schon 10 der TOP 15 weltweiten Reeder sowie die drei weltgrößten Werften ihre Schiffe aus und vertrauen dabei insbesondere auf die hohe Betriebssicherheit der MAHLE NFV-Anlagen.

Es ist zu erwarten, dass sich die Nachfrage nach den spezifischen Produkten der MAHLE NFV weiter fortsetzen wird, da die Umweltvorschriften immer strikter werden und MAHLE NFV hierauf mit innovativen Entwicklungen reagiert: So laufen momentan erste Tests eines leistungsstarken Ballastwasseraufbereitungssystems (OPS) in Holland. Das neue System wird alle Anforderungen der neuen IMO/MARPOL-Umweltstandards erfüllen. Ferner hat MAHLE NFV in dieser Woche als erstes Unternehmen weltweit die Tests zur Zulassung eines Membranentölers mit einer Leistung bis zu 7,5 m³ /h nach IMO 107 (49) – begleitet durch den Germanischen Lloyd – erfolgreich absolviert. Der Restölgehalt dieser Anlage lag deutlich unter 1 ppm, d.h. das im Wasser befindliche Öl konnte so gut wie vollständig separiert werden. Dieses Testergebnis verdeutlicht erneut die hohe Kompetenz der Ingenieure von MAHLE NFV und ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz unserer Umwelt.

 


 
MAHLE Industriefiltration GmbH
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